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GemeindewappenGemeinde Havetoft, Amt Südangeln
Kreis Schleswig-Flensburg

"Have" bedeutet im reichsdänisch Garten und ist im schleswigschen ein kleines umzäuntes Stück Land. "Toft" heißt Siedlung, Ort, Dorf und stammt aus der Wikingerzeit. Erstmals urkundlich erwähnt wurde der Ort im Jahre 1302.

Das Havetofter Wappen nimmt die genannten Symbole als rotes Hecktor auf und ergänzt einen Pferdekopf mit silberner Blesse, der für den Ortsteil Hostrup ("horse"=Pferd ) steht. Das Hecktor als Einlass für ein umfriedetes Feld steht für Havetoft ( Have = Einhegung).


Die Gemeinde Havetoft liegt im Amt Südangeln.Am Ort befindet sich mit dem Elisabethheim ( seit 1888 ) ein anerkanntes Kinder- und Jugendhilfezentrum mit 60 Heimplätzen. Gegründet wurde es von Pastor Witt, der das ehemalige Waisenhaus nach seiner früh verstorbenen Tochter Elisabeth benannte.

Der an die Ortsanlage südlich anschließende 8 ha große Havetofter See lädt im Sommer zum Baden ein. Er liegt idyllisch zwischen Grünland und Wald und ist in die hügelige Landschaft Angelns traumhaft eingepaßt. An seinem Ufer steht die alte Wassermühle Borstel.

Die Gemeinde Havetoft ist das flächengrößte Dorf im Amt Südangeln. Seit Schuljahresbeginn 2005/2006 gehen die Havetofter Grundschüler in die Grundschule der Nachbargemeinde Sieverstedt (Havetoft und Sieverstedt haben einen Schulverband gegründet). In den Räumen der Schule in Havetoft befindet sich jetzt ein ADS-Kindergarten, der auch von den Sieverstedter Kindern besucht wird (befand sich vorher in der Grundschule in Sieverstedt).

Gegenüber der Schule liegt die Havetofter St.-Marien-Kirche, ein besonderes Schmuckstück innerhalb der Gemeinde. Sie wurde 1180 als "Capella Mariae Virginis" aus Granitquadern und Feldsteinen im romanischen Stil erbaut und verfügt über einen separaten hölzernen Glockenturm. 1763 wurde dieses Glockenhaus von J. Bontzen als vierkantiger Holzbau mit achtseitigem Helm nach einem Brand neu geschaffen. Drei Glocken tragen ihren Ruf in die Gemeinde.

Das Kirchenschiff wurde 1999 renoviert und mit einem biblischen Bilderzyklus an der Empore am 1. Advent 1999 neu eingeweiht. Das Granittaufbecken von 1250, ein hölzernes Triumphkreuz von 1350 und die schlichte Renaissancekanzel aus 1580 gehören zu den wertvollsten Kirchenschätzen.

Malerisch liegt auch das ehemalige Pastorat in Havetoft. Das Gebäude wurde renoviert und präsentiert sich heute in seinem ursprünglichen Aussehen.

Obwohl die Gemeinde landwirtschaftlich strukturiert ist, sind im Laufe der Jahre viele neue Wohneinheiten entstanden mit der Folge, dass die Einwohnerzahl auf knapp 900 gestiegen ist. Ein Baugebiet mit über 20 Grundstücken wurde 1996 erschlossen und ist mittlerweile vollständig bebaut. Das Vereinsleben ist in Havetoft ausserordentlich rege. Neben Feuerwehr ist DRK, Sportverein, Schützen, Skatfreunde und Angler genauso vertreten wie Männergesangsverein und "Häppi Singers", ein weithin bekannter gemischter Chor.

Text mit freundlicher Genehmigung übernommen von: www.wireg.de